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Fragen überarbeitet im

Altbau ohne Gas heizen – ohne überall Fußbodenheizung

Heizwege ohne Gas, Anpassungen am vorhandenen Heizsystem und die Fragen, die Sie Fachleuten stellen sollten – für Altbauten mit Heizkörpern.

Worum es hier geht

Hohe Decken, alte Heizkörper, dicke Mauern – und die Frage, wie das Haus künftig ohne Gas warm wird. Viele Eigentümer von Altbauten gehen davon aus, dass dafür zuerst überall eine Fußbodenheizung hineinmuss. Für viele Häuser stimmt das nicht.

Wir vergleichen hier die Wege, einen Altbau ohne Gas zu heizen, und zeigen, welche Anpassungen am vorhandenen Heizsystem anstehen können. Jeder Abschnitt endet mit Fragen, die Sie Fachleuten stellen können. So gehen Sie vorbereitet ins Gespräch und erkennen, ob Ihr Gegenüber Ihr Haus wirklich angeschaut hat.

Eine Zahl vorab: Fraunhofer ISE hat 77 Wärmepumpen in Häusern der Baujahre 1826–2001 vier Jahre lang gemessen. Luft-Wasser-Geräte erreichten im Schnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4 – und das Baujahr sagte nichts über die Effizienz aus.

Das finden Sie hier

Ihr Altbau im Rechner

Tragen Sie Verbrauch und Gaspreis Ihrer heutigen Heizung ein. Der Rechner stellt eine Wärmepumpe gegenüber, zieht die Förderung ab und zeigt, wann sich der Umstieg ausgleichen könnte.

Rechner: Ihr Altbau mit Wärmepumpe statt Gas

Tragen Sie die Werte Ihrer heutigen Gasheizung ein. Der Rechner stellt sie einer Wärmepumpe gegenüber, zieht die Förderung ab und zeigt, wann sich der Umstieg ausgleichen könnte.

Ihre Heizung heute
kWh laut Ihrer letzten Abrechnung
ct/kWh Neukunden-Durchschnitt September 2026, Grundpreis anteilig enthalten
€/Jahr
€/Jahr
Annahme Unsere Annahme für Erdgas: 0,87. Ändern Sie den Wert, wenn Sie ihn kennen.
Wärmepumpe
€ mit Einbau, laut Angebot
ct/kWh
€/Jahr
€/Jahr
Feldtest in Bestandshäusern: im Schnitt 3,4, Spanne 2,6 bis 4,9
Förderung (KfW 458)
zu versteuerndes Einkommen im Jahr
Vergleich
€ Startwert für Erdgas – tragen Sie Ihr Angebot ein.
% pro Jahr
% pro Jahr

Wärmepumpe günstiger pro Jahr

868 €

Rechnet sich nach etwa 26 Jahren

Heute (Erdgas) pro Jahr2.376 €
Wärmepumpe pro Jahr1.508 €
KfW-Zuschuss (46 % von 28.000 €)
12.880 €
Ihr Eigenanteil
22.120 €
Mehrkosten gegenüber neuer Heizung
22.120 €
Bilanz nach 20 Jahren
−4.765 €
Wärmebedarf pro Jahr
17.400 kWh
Strombedarf der Wärmepumpe
5.118 kWh

So rechnen wir: Wärme = Verbrauch × Energiegehalt × Nutzungsgrad, Strom = Wärme ÷ Jahresarbeitszahl. Heizkosten = Energie × Preis + Grundpreis + Wartung. „Rechnet sich“ heißt: Die Ersparnis, Jahr für Jahr addiert, deckt Ihren Eigenanteil – muss die alte Heizung ohnehin ersetzt werden, die Mehrkosten. Die Bilanz zieht diese Kosten von der Ersparnis über 20 Jahre ab. Preisanstiege rechnen wir nur, wenn Sie sie eintragen.

Beispielrechnung ohne Gewähr. Maßgeblich ist der Antrag bei der KfW.

Quellen: LichtBlick: Gaspreis für Neukunden, Durchschnitt September 2026 (01.09.2026) · HeizOel24: Heizölpreise (Tagespreis und 3-Jahres-Mittel) (05.10.2026) · esyoil: Heizölpreise (05.10.2026) · Heizölbörse: Heizölpreise im Oktober 2026 (05.10.2026) · Bund der Energieverbraucher: Regionale Flüssiggaspreise (05.10.2026) · DEPI: Pelletpreis September 2026 (16.09.2026) · Bundesnetzagentur: Monitoringbericht 2025 (Nachtspeicherstrom) (01.04.2025) · co2online: Nachtspeicherheizung – Kosten und Verbrauch (2026) · co2online: Verbrauch einer Ölheizung (2026) · Umweltbundesamt: Jahresnutzungsgrade von Heizsystemen (14.02.2018) · DBU-Abschlussbericht: Feldmessung Gas-Brennwertkessel (2004) · co2online: Heizungswartung – Kosten (2026) · 42watt: Schornsteinfeger-Kosten (2026) · co2online: Kosten einer Gasheizung (2026) · co2online: Laufende Kosten einer Ölheizung (2026) · co2online: Heizung erneuern – Kosten (2026) · Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Wärmepumpentarife (20.02.2026) · topagrar: Feldtest des Fraunhofer ISE zur Jahresarbeitszahl (20.11.2025) · KfW: Merkblatt 458 (09/2026) · ADAC: KfW-Heizungsförderung (21.07.2026) · finanznachrichten: Neue KfW-Heizungsförderung (21.09.2026) · evion Ingenieure: KfW-Zuschuss 458 (09.07.2026). Annahmen von uns: Verbrauch bei Flüssiggas und Pellets (gleicher Wärmebedarf wie im Gas-Beispiel), Nutzungsgrad bei Flüssiggas und Pellets, Tankmiete, Wartung bei Flüssiggas, Grundpreis und Wartung bei Nachtspeicher, Kosten neuer Heizungen als Mitte der Spannen. Wartung und Schornsteinfeger: eigene Summe aus den Quellen.

Ihre Fragen, Ihr Haus

Der Fachbetrieb geht Ihre Fragen zu Heizkörpern, Platz und Heizweg am eigenen Haus durch und sagt Ihnen, was sich ohne Gas umsetzen lässt.

Fragen klären

Kostenlos und unverbindlich. Es meldet sich der Fachbetrieb, der diese Website betreibt – Name und Anschrift stehen im Impressum.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Altbau ohne Gas heizen?

Ja, auf mehreren Wegen: mit einer Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe, mit Holz oder Pellets, mit Fernwärme, wo ein Netz liegt, oder in einzelnen Räumen mit Strom direkt. Welcher Weg passt, hängt von Heizkörpern, Platz und Wärmebedarf ab.

Muss ich für eine Wärmepumpe überall Fußbodenheizung einbauen?

Nein. Fraunhofer ISE hat Häuser der Baujahre 1826–2001 vermessen: Wo die Heizkörper groß genug waren, reichten im Mittel ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen wie bei einer Fußbodenheizung. Oft genügt es, einzelne Heizkörper zu ersetzen.

Wie effizient sind Wärmepumpen in alten Häusern?

Im Schnitt erzeugten die Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Fraunhofer-Messung aus einer Kilowattstunde Strom 3,4 Kilowattstunden Wärme, Erdwärmepumpen 4,3. Das Baujahr der Häuser spielte für die Effizienz keine erkennbare Rolle.

Darf in meinen Altbau noch eine neue Gasheizung?

Ja, das Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt es seit dem 29.07.2026 wieder. Fördergeld gibt es dafür keines, und von 2029 an steigt der Pflichtanteil an Biobrennstoff schrittweise.

Wer meldet sich, wenn ich anfrage?

Der Fachbetrieb, der diese Seite betreibt. Name und Anschrift stehen im Impressum.

Quellen

  1. topagrar: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich (Fraunhofer ISE) (datiert 20.11.2025)
  2. ADAC: Heizungsgesetz (GModG) (datiert 29.07.2026)

Fragenkataloge

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